Anstoß und Skandal
Unser Auftreten beim Stadtforum des Senats schlägt Wellen! Interessant sind neben der Pinnwand auch das Ergebnispapier des Beirats (pdf, 122kB) und vor allem die Schlussfolgerungen der Senatorin (pdf, 134kB)!
Die Beiträge auf den Senatsseiten machen deutlich, dass wir einfordern müssen, dass unser Wille zur Mitgestaltung nicht länger ignoriert wird.
Die skandalträchtigen, demokratiefeindlichen Äußerungen der Senatorin werden hier bewusst verschwiegen. Zum Glück gibt es dazu Tonaufnahmen: abrissberlin.de/blog
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Abriss Berlin
Eine Gruppe von AktivistInnen unseres Bündnisses hat eine offene Plattform zur Vernetzung lokaler Initiativen ins Leben gerufen:
ABRISSBERLIN
Hier gibt es auch bislang unveröffentlichte Fotos und Infos zu Aktionen des Palastbündnis.
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AUSSTELLUNG:
Glanz und Elend des Palastes der Republik
Er verschwindet, der Volkspalast auf dem Schlossplatz, jeden Tag ein wenig mehr. Aber er hinterlässt gewaltige Abmessungen, unzählige Spuren, zahllose Erinnerungen aus 30 Jahren. Zur hitzigen Pro- und Kontra-Debatte um Erhalt und schließlichen Abriss des Palastes der Republik bekam die Berliner Zeitung - vor allem deren Architekturkritiker Nikolaus Bernau - Stöße polemischer Leserbriefe. Eine Auswahl, dazu viele Fotos, u.a. von Günter Gueffroy, aus der wechselvollen Palast-Geschichte zeigt eine Ausstellung im Foyer der Berliner Zeitung. Berliner Verlag, Karl-Liebknecht-Straße 29, Mo-Fr 9-19 Uhr. Vernissage am 30.03.06 um 18.30 Uhr, weitere Infos unter 23 27 65 98
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Schlossreplik in weiter Ferne...
„Natürlich ist es unser Ziel, dass das neue Gebäude mit dem Humboldtforum Wirklichkeit wird. Wann, kann im Augenblick realistischerweise niemand sagen."
- sagte Kulturstaatsminister Neumann am 22. Februar 2006 im SPIEGEL-Interview.
Na dann Herr Staatsminister! Machen Sie sich für den Vorschlag von urban catalyst und ZwischenPalastNutzung stark! Kultur dürfte Ihnen doch auch lieber sein, als eine begrünte Ideenwüste!
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NACH WIE VOR KLARE MEHRHEIT GEGEN DEN ABRISS
60% der Teilnehmer an einer aktuellen Umfrage der Berliner Zeitung sind auch noch nach Beginn des Abrisses der Meinung, dass der Palast der Republik nicht einfach ausradiert werden sollte...
Umfrage der Berliner Zeitung
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RENZO PIANO

…"Es ist eine Tragödie, dass der Palast abgerissen wird. Wie kann man nur so dumm sein?"
Renzo Piano, der international bekannte Star-Architekt, hat zusammen mit Richard Rogers das Centre Pompidou in Paris entworfen.
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ANNONCE GEGEN DEN ABRISS
Mit über 650 UnterstützerInnen erschien unsere Annonce mittlerweile in: FAZ, TAZ, TAGESspiegel (7.1.06) und der Frankfurter Rundschau (14.1.06).

Lesen Sie hier, wer sich für diese Aktion engagiert hat:
650 UnterstützerInnen (50 KB)
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PALAST_TRANSFORMATIONEN
ein Kalender

Begehen Sie das Jahr 2006 mit dem Palast der Republik an ihrer Wand - jeder Monat zeigt eindrucksvoll zu welchen Transformationen der gewaltige Rohbau fähig ist!
Ab dem 27.12.05 im Bündnis-Büro zu kaufen, jederzeit zu bestellen bei t.seeboeck@web.de
DIN A 5 Querformat, Bindung oben, hochwertiger Farbdruck
PREIS: 9 EUR
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GANZ NEUKurze Filme
für ein Authentisches Berlin
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12 GUTE GRÜNDE
…den Palast stehen zu lassen

Diese schöne und schlagfertige Broschüre wird auf Papier nur schöner und ist im Bündnis-Büro für 5 EUR zu haben!
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Dieses Schloss lässt Berlin alt aussehen
Ein zweifelhafter Sieg für die Baukultur in der Deutschen Hauptstadt wurde gestern von
politischer Seite verkündet: für geschätzte 480 Millionen Euro soll es einen disney-haften
Schlossneubau in der Mitte Berlins geben, der hinter Barock-Folklore die ehrgeizigen
Träume des Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Klaus-Dieter-Lehmann,
verwirklichen darf. 90% der Schlossfläche sollen seine außereuropäischen Sammlungen dort
einnehmen. Ursprünglich plante der Bund mit Berlin zusammen ein Nutzungskonzept
gleichberechtigter Partner, nämlich der Humboldt-Universität, der Berliner Zentral- und
Landesbibliothek und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Den vielfach geforderten Ort für
zeitgenössische Kunst zogen die politischen Strippenzieher nie ernsthaft in Betracht. Dem
Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Klaus-Peter Schuster, schwebte von jeher
in Berlins Mitte eine „einprägsame Tempelstadt“ vor Augen, für ihn ergaben die wertvollen
Museen am Kulturforum „kein Bild“. Das Kulturforum wurde vor diesem Hintergrund das
Stiefkind der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und damit Opfer der „Masterplanung“ des
ehemaligen Senatsbaudirektors Hans Stimmann. Die Filetgrundstücke sind dort bald
häppchenweise zu haben. Auch das Museum Hamburger Bahnhof und die gesamte
zeitgenössische Kunst in Berlin wurden die letzten Jahre sträflich vernachlässigt.
Wie der Bundestagspräsident Norbert Lammert zu Recht in einem Interview in der Berliner
Zeitung vom 27.8.2005 anmerkte: „In Deutschland krachen die Sozialsysteme, die
Maastricht-Kriterien werden gebrochen, die Bildungssysteme müssen umstrukturiert werden
- in so einer Situation setzt das Land Zeichen mit einer nostalgischen Fassade für 900
Millionen Euro. (...) Die Debatte muss sich mit Varianten auseinander setzen.“
Experten wissen, das geplante Schloss mit Kuppel wird in Wirklichkeit weit über eine
Milliarde Euro verschlingen und nachfolgenden Generationen eine unnötige finanzielle Last
aufbürden. Vor allem aber setzt der Bau ein rückwärtsgerichtetes Zeichen in die politische
Landschaft Deutschlands.
Die Debatte muss sich deshalb in der Tat mit Varianten auseinandersetzen, sonst sieht
diese junge Hauptstadt sehr bald alt aus.
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Happy Birthday, Palast!!!
Der Palast der Republik wird 30 Jahre alt
Der bereits begonnene Abriss des Palastes der Republik könnte wohl nur noch
durch ein Wunder aufgehalten werden. Damit wird das wohl wichtigste Gebäude
der ehemaligen DDR verschwinden, das bei rationaler Betrachtungsweise eigentlich
schon längst unter Denkmalschutz hätte gestellt werden müssen.
Aber der Palast stellt nicht nur ein unersetzliches historisches Zeugnis eines
untergegangenen Staates dar, er ist für viele Berliner in den letzten Jahren
auch zu einem Symbol für das neue und junge Berlin geworden, das für viele
seinen Reiz und seine Anziehungskraft besonders aus seinen Freiräumen bezieht.
Gerade deshalb wollen wir anlässlich seines 30sten Geburtstags nochmals in
aller Deutlichkeit hervorheben, welch einmalige Chance zur Schaffung eines
dem lebendigen und vielfältigen Charakter von Berlin angemessenen und zeitgemässen
“Humboldt-Forums" die Verantwortlichen mutwillig und aus ideologischer
Verbohrtheit verschenken.
Das Potential, das ein neues, aus dem Rohbau des Palastes entstehendes Humboldt-Forum
geboten hätte, ist so unvergleichlich viel größer als alles, was das Falsifikat
eines preußischen Schlosses je bieten können wird. Die nutzbare Fläche wäre
doppelt so groß und die Räume würden eine vollkommen flexible und vielseitige
Nutzung ermöglichen. Bei der Schlosskopie hingegen werden die außereuropäischen
Sammlungen aufgrund der schlechten Nutzbarkeit der entstehenden Räume als
Museum voraussichtlich in den Keller wandern müssen.
Das Schlimmste aber ist, dass die entstehende Freifläche mit einiger Wahrscheinlichkeit
weit über das Jahr 2012 hinaus Bestand haben wird, da die Finanzierung des
Humboldt-Forums im “preußischen Gewand” bis heute in den Sternen steht.
Die Integration des Rohbaus des Palastes in einen Neubau hätte die Kosten
auch für eine dauerhafte Lösung auf ein Drittel bis ein Viertel der bisher
für das Luftschloss veranschlagten 1,2 Milliarden Euro reduziert und damit
die Chance geboten, tatsächlich in naher Zukunft ein Humboldt-Forum zu realisieren,
das diesem Namen gerecht wird.
Alle Argumente, die zugunsten einer solchen Vorgehensweise sprechen würden,
sind zur Genüge bekannt. Diejenigen, die jetzt entgegen jeder Vernunft und
auch gegen den Willen der Mehrheit der Bürger Berlins den sofortigen Abriss
durchgesetzt haben, wollten sie bewusst nicht wahrhaben.
So entgeht nun Berlin dank der Ingnoranz seiner Senatorin für Stadtentwicklung
und Dank der ideologischen Verblendung und dem verstaubten, im Kalten Krieg
steckengebliebenen Denken von Teilen des Bundestages die historische Chance,
sich in seinem Herzen ein angemessenes und zeitgemäßes Antlitz zu geben. Zum
Trost bekommt es vielleicht in zwanzig oder dreissig Jahren ein Plastikschloss,
das eigentlich besser in Eurodisney gebaut werden sollte.
Armes Berlin, womit hast du das nur verdient...???
20.000 QM KULTUR GEGEN DIE IDEENLOSIGKEIT
REALISTISCHES KONZEPT ZUR NUTZUNG DER PALASTUNTERGESCHOSSE WIRD VORGESTELLT
Die kulturelle Zwischennutzung des Palastes der Republik hat Maßstäbe gesetzt!
Vor allem die zukünftige Entwicklung des Schlossplatzareals wird sich an ihnen
messen lassen müssen. Als sinnvolle Lösung kommt das von Urban Catalyst und
ZwischenPalastNutzung e.V. entwickelte Konzept in Frage, welches die Nutzung
der Untergeschosse des Palastes der Republik vorsieht. Unter dem Motto „Statt
200.000 Tonnen Sand 20.000 qm Kultur!“ zeigt es die technisch realisierbare
und kostenneutrale Umgestaltung der Räume in den Wannengeschossen auf. Mit
der Umsetzung dieser Pläne würde in Berlin die Chance geschaffen, dringend
benötigte Ressourcen für Kunst, Kultur und Begegnung wieder verfügbar zu machen.

Wir fordern die Senatsverwaltung und den Bund auf, sich den Folgen der Abrissentscheidung
stellen und die Möglichkeit wahrzunehmen, diesen neuen Kulturraum aktiv zu
unterstützen. Ideenlosigkeit und knappe Finanzmittel dürfen nicht ihr Abbild
im Herzen Berlins finden. Sinnvolle, kreative und von einer breiten Mehrheit
getragene Lösungen können allein die richtige Antwort auf den Abriss des Palastes
der Republik sein. Eine erste Gelegenheit, die Glaubwürdigkeit der jüngsten
Äusserungen von Stadtentwicklungssenatorin Junge-Reyer und Bundespolitikern
wie Wolfgang Thierse und Monika Griefahn zu überprüfen - diese hatten die
Abrissgegner aufgefordert, sich nun mit Engagement und Kreativität in die
Diskussion um die zukünftige Gestaltung des Areals einzubringen – hat sich
nun durch die Vorlage dieser Konzeption ergeben.
Nähere Informationen über den Vorschlag für die Nutzung der Untergeschosse
finden Sie hier:
http://www.urbancatalyst.net/20000qm
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EICHELS ABRECHNUNG MIT DEM PALAST-ABRISS
10.02.06 / Berliner KurierBerlin - Hans Eichel (65, SPD), einst der Finanzminister der Nation: Jetzt rechnet er mit den Leuten ab, die den Palast der Republik um jeden Preis abreißen wollten und von einem Schloss träumen, das sich keiner leisten kann...
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Bundestag entscheidet gegen abrissmoratorium
Aus der DPA Meldung zur Abstimmung im Bundestag am 19.1.06 über ein Abrissmoratorium
für den Palast der Repulik:
"Am Donnerstag stimmten 431 Abgeordnete
gegen den Antrag der Grünen und den der Linkspartei. In einer Bevölkerungsumfrage
lag die Zustimmung für einen Erhalt des Palasts bei 60 Prozent. Die repräsentative
Rolle der Politik ist in diesem Fall fragwürdig. ... "
Dem können wir uns nur anschließen!
Selbstverständlich gehen die Bündnisaktivitäten weiter. Jetzt erst recht!
Denn die öffentliche Nutzung des Schlossplatzes in der Mitte von Berlin
ist nach diesem Beschluss gefährdeter als zuvor. Wir sind angetreten, eine
offene Diskussion für diesen Ort zu fordern und zu fördern. Und diese Diskussion
hat längst begonnen. Auch wenn die Mehrheit des Bundestages sich ihr nicht
gestellt hat. Wir werden Euch auch in der Zukunft auf dieser Seite über
unseres Aktivitäten informieren und freuen uns weiterhin über Eure tatkräftige
Unterstützung, persönlich, per Email, per Spende...
oder auch nur in Gedanken!!
Wir haben die besseren Argumente und Visionen!
Euer Bündnis für den Palast
DAS BÜNDNIS FÜR DEN PALAST
>> Eine neue Generation erkämpft sich die kreative Nutzung des Palastes der Republik spielerisch und
ohne ideologische Interessen - dieser freie Raum gehört der Entwicklung Berlins in die Zukunft.
>> Die "Chance des Neuen" bedeutet einen starken Image-Gewinn für Berlin - dies ist die Stadt der
Experimentierfreude und der selbstbewussten Modernität, ein sprühendes Ideen-Kapital.
>> Hier werden neue Arbeitsmärkte entwickelt - die wirtschaftlichen Innovationen brauchen ein international
wirkungsstarkes Schaufenster, ein ebenbürtiges Pendant zum Centre Pompidou in Paris.
>> Ressourcen dürfen nicht vernichtet sondern müssen nachhaltig genutzt werden - wir wollen einen ethischen
Umgang mit knappen Steuergeldern, natürlichen Lebensgrundlagen und gesellschaftlichen Entwicklungspotentialen.
>> Berlins kreative Köpfe gestalten schon heute unsere Stadt von morgen - die junge Generation fordert
eine neue Politik, die diese Kräfte aufnimmt und damit in die Zukunft weist.